KI & Sichtbarkeit

Sichtbar in ChatGPT & Co.: Wie Ihr KMU in KI-Suchen auftaucht

Immer mehr Kunden fragen ChatGPT statt Google. Wer in der Antwort nicht genannt wird, kommt nicht vor. Sechs Massnahmen, die sich für KMU lohnen.

Sichtbar in ChatGPT & Co.: Wie Ihr KMU in KI-Suchen auftaucht

«Welcher Schreiner in der Region Baden macht Einbauschränke nach Mass?» Diese Frage tippen Ihre potenziellen Kunden immer öfter nicht mehr in Google, sondern stellen sie ChatGPT oder Perplexity – oder sie lesen die Antwort direkt in der KI-Zusammenfassung über den Google-Resultaten. Statt zehn Links bekommen sie eine fertige Antwort mit zwei, drei Namen.

Für Unternehmen heisst das: Platz 4 bei Google reicht nicht mehr automatisch. Entweder werden Sie in der Antwort genannt – oder Sie kommen nicht vor.

Was sich gegenüber klassischem SEO verändert

Die Grundlagen bleiben: KI-Dienste nutzen dieselben Quellen wie Suchmaschinen – Websites, Verzeichnisse, Bewertungen und Erwähnungen im Netz. Verschoben hat sich die Gewichtung:

  • Antworten statt Keywords: Die KI bevorzugt die Quelle, die eine Frage am klarsten beantwortet.
  • Glaubwürdigkeit statt Menge: Viele austauschbare Blogartikel helfen weniger als eine Seite mit erkennbarer Fachkompetenz.
  • Ihr Ruf ausserhalb der Website: Bewertungen, Verzeichnisse und Fachportale fliessen stärker ein.

Sechs Massnahmen, die sich für KMU lohnen

  1. Klare Antworten auf echte Kundenfragen. Notieren Sie, was Kunden immer wieder fragen – zu Kosten, Dauer oder Eignung – und beantworten Sie es direkt, idealerweise im ersten Satz. Eine gepflegte FAQ-Seite ist dafür Gold wert.
  2. Einheitliche Firmenangaben. Name, Adresse, Telefon, Einzugsgebiet und Leistungen müssen überall gleich lauten: auf der Website, im Google-Unternehmensprofil und in Verzeichnissen.
  3. Strukturierte Daten. Mit Schema.org-Auszeichnungen sagen Sie Maschinen, wer Sie sind, wo Sie sind und was Sie anbieten. Für Besucher unsichtbar, für Suchsysteme eine wertvolle Orientierung.
  4. Zeigen, wer dahintersteckt. Team, Erfahrung, Referenzen mit Ort und Ergebnis – und Fachbeiträge mit Namen statt anonymer Texte.
  5. Bewertungen und Erwähnungen pflegen. Bitten Sie zufriedene Kunden um eine Google-Bewertung und antworten Sie auf Feedback.
  6. KI-Crawler nicht versehentlich blockieren. Manche Websites sperren in der robots.txt – oft unbemerkt – genau die Programme, mit denen KI-Dienste Inhalte erfassen.

Was nicht funktioniert

Massenhaft KI-generierte Texte veröffentlichen. Austauschbare Inhalte gibt es genug, und genau sie werden übergangen. Gefragt ist, was nur Sie sagen können: Ihre Erfahrung, Ihre Projekte, Ihr regionaler Bezug.

Deborah Burki
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